Rollenspiel 10. Juli 2020

Mein Berg sagt: Blicke weiter, blicke höher, blicke voraus und du wirst einen Weg sehen.

Lord Robert Baden-Powell

Auch wir wollten nach einer großartigen Aktion noch weiter hinaus. Etwas noch größeres, noch spektakuläreres sollte entstehen. Das Team änderte sich zwar etwas zur ersten Aktion, dennoch war dieses mindestens genauso gut wie das vorherige. Joshua und Dennis übernahmen die Organisation des Leitungsteam und übergaben die Planung, wie schon bei der ersten Aktion, zum Großteil ans Leitungsteam.

Beim gemeinsamen Teamertreffen, das nur ein paar Tage vor der geplanten Umsetzung stattfand, wurden die vorher auf WhatsApp zusammengetragenen Ideen zu einem Rollenspiel zusammengefasst. Nach Vorlage unseres bekannten Rollenspiels vom jährlichen Gemeindezeltlager, wurde eine Geschichte und Charaktere erschaffen. Die ausgedachten Rollen wurden an die Leiter verteilt. Nach der Rollenverteilung wurde sich schnell über Kostüme unterhalten. Ein Rundgang mit der Gruppe sollte einen geeigneten Platz für das Rollenspiel finden, den wir fanden: Die Streuobstwiese im Eichtal. Sie war das perfekte Gelände, um die Kinder in Kleingruppen mit einem Erzieher von Charakter zu Charakter zu schicken.

Klappe die Zweite!

Mit voller Euphorie trafen wir uns am Freitag Mittag zur letzten Vorbereitung für das geplante Geländespiel. Auch wenn das schlechte Wetter für ein paar Sorgen sorgte, wurde sich dennoch dazu entschieden die Aktion durchzuziehen und wie geplant draußen umzuseten. Defintiv die richtige Entscheidung! Denn die Aktion war mehr als nur gelungen.

Joshua begrüßte die Kinder im Hort mit den Worten: „Ich habe eine gute und eine schlechte Nachricht für euch. Die Gute: Ich bin hier! Die Schlechte: Alle anderen sind krank und können leider nicht herkommen.“ Die Enttäuschung war den Kindern deutlich anzusehen. Bestimmt 10 Minuten treibte er die Zeit hinaus und beschäftigte die Kinder mit eher langweiligen Aufgaben, wie durchzählen. Doch plötzlich, gerade als Joshua schon wieder gehen wollte, kam von hinten eine Person angerannt und hielt sich an ihm fest. Steffen, verkleidet als Prinz, brachte den Kindern eine wichtige Nachricht: „Meine Prinzessin wurde entführt!“ Natürlich war niemand krank und die Aktion konnte starten!

Lasst die Spiele beginnen

Voller Euphorie und Vorfreude zogen sich die Kinder um und gemeinsam ging es Richtung Streuobstwiese. Zum Glück war das Wetter auf unserer Seite und trotz morgendlichen Regen war wenigstens der Nachmittag trocken. Auf dem Weg zur Wiese verschwanden der Prinz und Joshua und liefen eine Abkürzung, um vor der Gruppe auf der Streuobstwiese zu sein. Nach kurzer Teamerrunde, gingen alle auf ihre Posten. Die Aufgabe der Kinder und Erzieher, die in Kleingruppen aufgeteilt waren, war es nun nach und nach von Charakter zu Charakter zu gehen, um Aufgaben zu erledigen. Das Endziel war das Erreichen des „Schlossgeländes“. Doch dieser Weg wurde vom Wächter des Schlosses versperrt. Nur wer ihm ein Wimpel oder ein grünes Tuch geben konnte, durfte durch. Die Wimpel oder Tücher verdienten sich die Kinder nach und nach bei den verschiedenen Charakteren. (Wächter, Narr, Professor, Drache, Fee, Dorfjunge)

Schneller als gedacht, kam die erste Gruppe mit einem Wimpel zum Wächter und verdiente sich somit eine kleine Pause und wartete auf die restlichen drei Gruppen. Auch diese kamen nach und nach am Wächter vorbei.

Doch wo ist die Prinzessin?

Zwar haben alle Gruppen bis hierhin alles super gemeistert, doch der Prinz hat immer noch nicht seine Prinzessin zurück. In der Nähe der Streuobstwiese aßen die Kinder ihre für den Hort mitgebrachten Brote etc., zudem wurde sich unterhalten und eine Runde „Peng“ gespielt. Die Zeit, die Joshua mit den Kindern und Erziehern verbrachte, nutzten die anderen Leiter, um sich umzuziehen und zum großen Showdown Gelände zu gelangen.

Rettet die Prinzessin!

Plötzlich kam der Dorfjunge und rief: „Kommt mit, wir müssen die Prinzessin retten!“. Der Dorfjunge des Königs war den Kindern schon vom Geländespiel bekannt. Er war verzaubert und konnte nicht sprechen, nur Dank der Hilfe der Kinder, die die Aufgaben bei der Fee erledigten und von ihr einen Trank bekamen, konnten sie ihn wieder heilen. Mit vollster Euphorie sprinteten die Kinder nun den Waldweg hinauf, um endlich die Prinzessin zu finden.

Showdown

Und tatsächlich, sie sahen einen spektakulären Kampf zwischen dem Prinz und dem Entführer, der die Prinzessin dabei hatte. Gemeinsam wurde der Entführer in die Flucht geschlagen und die Prinzessin war nun endlich gerettet.

Das Ziel erreicht! Hauptaktion vorbei, doch das wars noch nicht!

Da noch Zeit übrig war, wurde gemeinsam beschlossen noch ein paar Spiele auf dem Spielplatz vor der Streuobstwiese zu spielen.

Nach knapp 3 Stunden Aktion und gemeinsamer Verabschidung, ging es dann für die Hortkinder zurück zum Hort und für uns zurück ins Pfadihaus. Ziemlich geschafft, aber auch glücklich unterhielten wir uns noch eine lange Zeit auf unserem Sofa.

Und unsere Aktion zeigte Wirkung! Bereits drei Kinder aus dem Hort konnten wir für unsere Pfadis begeistern und sehen sie jeden Mittwoch zur Gruppenstunde. Wir hoffen auf viele weitere Gesichter, um noch größer zu werden.

Gut Pfad!

Leiterteam: Joshua, Dennis, Steffen, Elisabeth, Seraphien, Celina